WordPress oder Baukasten im Vergleich

WordPress oder Baukasten im Vergleich

Wix, Jimdo, Squarespace oder doch WordPress? Die Frage kommt in fast jedem Erstgespräch. Die ehrliche Antwort: Es gibt Fälle, in denen ein Baukasten reicht. Für die meisten Unternehmen, die mit ihrer Website Kunden gewinnen wollen, ist WordPress die bessere Wahl. Hier ist der Vergleich ohne Schönfärberei – in beide Richtungen.

Der grundsätzliche Unterschied

Bei einem Baukasten wie Wix, Jimdo oder Squarespace mieten Sie Ihre Website. Alles kommt aus einer Hand: Software, Hosting, Vorlagen. Dafür zahlen Sie monatlich und bleiben im System des Anbieters.

Mit WordPress gehört Ihnen die Website. Die Software ist Open Source, Sie wählen Hosting und Werkzeuge selbst – und können beides jederzeit wechseln. Dafür tragen Sie die Verantwortung für Technik und Pflege, selbst oder über eine Betreuung.

Wann ein Baukasten reicht

Ehrlicherweise: Es gibt Fälle, da ist ein Baukasten die vernünftige Wahl.

  • Sie brauchen eine einfache Visitenkarte im Netz – Kontaktdaten, Öffnungszeiten, drei Fotos.
  • Die Website spielt für Ihre Kundengewinnung keine Rolle, Aufträge kommen anders rein.
  • Das Budget liegt unter dem, was eine individuelle Website kostet, und daran ändert sich absehbar nichts.

Für diese Fälle ist ein Baukasten schnell, günstig und völlig in Ordnung.

Wann WordPress die bessere Wahl ist

  • Sie wollen über Google gefunden werden. Eigene Seiten je Leistung, volle Kontrolle über Struktur, Titel und Technik – bei Baukästen sind Sie an die Grenzen des Systems gebunden. Was dafür nötig ist, steht im Beitrag SEO für Firmenwebsites.
  • Die Website soll mitwachsen. Neue Leistungsseiten, Blog, Mehrsprachigkeit, später ein Shop – in WordPress ergänzen Sie das im bestehenden System.
  • Sie wollen nicht abhängig sein. Hosting, Design und Funktionen können Sie jederzeit wechseln, die Website ziehen Sie mit.
  • Individuelles Design ist Ihnen wichtig. Kein „das sieht aus wie Vorlage 12“ – Ihre Marke bestimmt das Design, nicht das Template.

Der direkte Vergleich

Baukasten (Wix, Jimdo & Co.)WordPress
StartkostenNiedrig, oft selbst gebautHöher, meist mit Profi umgesetzt
Laufende KostenMonatliches Abo, dauerhaftHosting + optionale Betreuung
DesignVorlagenbasiertFrei, individuell
SEOGrundlagen möglich, Grenzen beim FeintuningVolle Kontrolle
ErweiterbarkeitAuf das Angebot des Anbieters begrenztPraktisch unbegrenzt (Plugins, Eigenentwicklung)
Eigentum & UmzugWebsite bleibt beim Anbieter, Umzug heißt NeubauGehört Ihnen, umziehbar
PflegeaufwandÜbernimmt der AnbieterLiegt bei Ihnen bzw. Ihrer Betreuung

Der Punkt, der fast immer übersehen wird: der Ausstieg

Aus einem Baukasten können Sie Ihre Website nicht mitnehmen. Wächst Ihr Unternehmen aus dem System heraus, bauen Sie von vorn – und zahlen die Website faktisch zweimal. Auf drei bis fünf Jahre gerechnet ist der Baukasten deshalb oft nicht die günstigere Variante, die er am Anfang zu sein scheint: Das Abo läuft weiter, und der spätere Umstieg kommt obendrauf.

Meine Empfehlung

Reine Visitenkarte, kein Google-Anspruch, kleines Budget: Nehmen Sie einen Baukasten, das ist völlig legitim. In allen anderen Fällen: WordPress – sauber umgesetzt, mit einem System, das Sie nach dem Launch selbst pflegen können. Was das kostet, habe ich im Beitrag Was kostet eine Unternehmenswebsite? aufgeschlüsselt.

Unsicher, welcher Fall Ihrer ist? Beschreiben Sie mir kurz Ihr Vorhaben – wenn ein Baukasten für Sie reicht, sage ich Ihnen das auch.

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